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Az 2
23.02.24 |
Autoren
  • Claus Lange

Fachkräfteeinwanderung - HAWs als starke regionale Partner

Kategorie
Karriere
Text

Im BLOG des Journalisten Jan-Martin Wiarda steht Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR Berlin und Vorstandsvorsitzender von UAS7, gemeinsam mit der Präsidentin der TH Lübeck, Prof. Dr. Muriel Helbig, Rede und Antwort zum Thema "Braucht Deutschland  mehr internationale Fachkräfte". Andreas Zaby beleuchtet dabei die Rolle der Hochschulen allgemein und die besondere gesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Andreas Zaby weist im Gespräch darauf hin, dass im März 2024 die gesetzlichen Hürden für die erweiterte Beschäftigungsmöglichkeit von internationalen Studierenden abgebaut werde und sich dabei "Fachkräftekooperationen von HAW mit regionalen Unternehmen anbieten, um von den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu profitieren und Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. 

Er gibt im Interview zu bedenken, dass der Fachkräftemangel in MINT-Berufen besonders groß ist. "Internationale Studierende wollen besonders häufig MINT-Fächer studieren, und HAWs bieten abseits der Naturwissenschaften besonders viele solcher Studiengänge an, vor allem in den Ingenieurwissenschaften und in der Informatik. Das können wir nutzen, indem wir noch deutlicher machen: An HAWs brechen weniger Menschen ihr Studium ab als an Universitäten, und gerade bei internationalen Studierenden sind die viel zu hohen Abbruchquoten ein drängendes Problem." 

Was die gesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen betrifft, sieht Andreas Zaby "dass die Hochschulleitungen aus Überzeugung handeln. Das Hochschulbarometer von Stifterverband und Heinz-Nixdorf-Stiftung zeigt, dass überwältigende 99 Prozent der Rektorate und Präsidien über alle Hochschultypen hinweg sagen, dass sie die Bekämpfung des Fachkräftemangels als ihre Aufgabe ansehen. Als HAWs hören wir ja jeden Tag aus den KMUs, wie groß deren Not ist. Der limitierende Faktor fürs Wirtschaftswachstum sind die Menschen. Es gibt zu wenige, ob in der Industrie, in der Verwaltung oder in der Pflege. Auch wenn wir als Hochschule eine Professur ausschreiben, bekommen wir mitunter kaum noch Bewerbungen. Was ich aber nicht sehen kann: dass die Hochschulen jetzt einfach anfangen, blind ihre Studiengänge in den MINT-Fächern mit Menschen aus Nicht-EU-Ländern aufzufüllen. Sondern sie bemühen sich, ihre Studienangebote attraktiver zu gestalten, damit sich mehr junge Leute für sie entscheiden. Aus dem Inland und aus dem Ausland."

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