Forschungsprojekte

IIP - Intelligenter Intermodaler Pendlerverkehr

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IIP Teaser
„Mit unserer Forschung tragen wir zum Umweltschutz bei, indem wir Pendelverkehr effizienter und nachhaltiger gestalten“ sagt Prof. Dr. Clemens Westerkamp, Professor für Informatik an der Hochschule Osnabrück und Projektleitung von IIP. 

Optimierung von Pendlerverkehrsströmen in der Stadt Osnabrück 

Die Verkehrsbelastung nimmt stetig zu – insbesondere im Bereich des motorisierten Individualverkehrs während der Stoßzeiten. Genau hier setzt das Projekt „Intelligenter Intermodaler Pendlerverkehr“ (IIP) an: Die Forschenden wollen intermodale Mobilitätsnetzwerke optimieren und die verschiedenen Verkehrsmittel wie ÖPNV, Fahrrad oder Auto intelligent miteinander verknüpfen – sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Schutz personenbezogener Daten, denn die zugrundeliegenden Mobilitätsdaten müssen selbstverständlich anonymisiert und datenschutzkonform verarbeitet werden. 

„Mit unserer Forschung tragen wir zum Umweltschutz bei, indem wir Pendelverkehr effizienter und nachhaltiger gestalten“ sagt Prof. Dr. Clemens Westerkamp, Professor für Informatik an der Hochschule Osnabrück und Projektleitung von IIP. 

Datenschutz trifft auf Datenvielfalt: Wie Mobilität intelligenter werden kann

Um Pendler*innen künftig smartere Verkehrsoptionen anzubieten, kombiniert das Projekt unter anderem Daten aus Verkehrszählungen, Crowdsourcing und Bürger*innenbeteiligung. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz können dabei unterschiedliche Verkehrsteilnehmende – von Fußgänger*innen über E-Scooter bis hin zum PKW – anonymisiert und deren Bewegungsdaten analysiert werden. Der entwickelte Datenbaukasten erlaubt es, personenbezogene Informationen gezielt zu anonymisieren und dennoch relevante Mobilitätsmuster zu erkennen. Auf dieser Grundlage lassen sich CO₂-Bilanzen für verschiedene Verkehrsoptionen aufstellen, intelligente Routenvorschläge entwickeln und die individuelle Mobilitätsplanung optimieren – etwa indem je nach Verkehrslage der Wechsel von Auto auf Bus oder Fahrrad vorgeschlagen wird. Gerade für die Nutzung von nicht-motorisierten Verkehrsmitteln sollen so Anreize geschaffen werden. 
Auch die Allgemeinheit profitiert durch eine bessere Planbarkeit der Straßennutzung oder Optimierung der Ampelschaltungen. Die Stadtwerke können außerdem ihre Busse besser einplanen.

Anwendung in der Praxis: Mit starken Partnern für gemeinwohlorientierte Mobilität

In Osnabrück, wo das Verkehrsaufkommen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, werden die entwickelten Ansätze konkret erprobt. Gemeinsam mit kommunalen Behörden und Forschungseinrichtungen entsteht eine Plattform, auf der Mobilitätsdaten aus unterschiedlichen Quellen gebündelt und aufbereitet werden. Diese anonymisierten Daten stehen auch Start-ups und Unternehmen zur Verfügung, um gemeinwohlorientierte Dienste zu entwickeln – etwa für eine emissionsarme Stadtlogistik oder die Optimierung des Berufsverkehrs. Die entwickelten Tools werden als Open-Source-Lösungen bereitgestellt und sollen so auch anderen Städten und Regionen zugänglich gemacht werden.

Weitere Informationen: www.hs-osnabrueck.de/iip/ 

Hochschule
Hochschule Osnabrück
Förderer / Auftraggeber
BMFTR - Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Projektpartner

SWO Netz GmbH, Universität Münster, Stadt Osnabrück, items GmbH & Co. KG, iotec GmbH, Lambus GmbH, cybob communication GmbH, Assoziierte Partner: Stadtwerke Münster GmbH; Stadt Münster

Ansprechpartner

Prof. Dr. Clemens Westerkamp

Laufzeit
15.11.2022 - 31.12.2025